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Hier können die Vorgänge nur theoretisch
erklärt werden. Üben müsst ihr in einem Kurs! Eure Rot-Kreuz-Dienststelle
informiert euch gerne und freut sich auf euren Kursbesuch!
Unterkühlung
Beim Harleytreffen in Faak sah ich, als ich frühmorgens mein Quartier
suchte, einige Freaks neben ihren Bikes schlafen. So warm war es aber wirklich
nicht mehr! Ob sie es aus Diebstahlschutz bevorzugten, lieber den Asphalt als
Schlafstätte zu nutzen oder ob es der Alkohol einfach nicht anders zuließ,
sei dahingestellt, doch in Anbetracht des Alkohols auf alle Fälle ein gefährliches
Unterfangen, weil man einerseits nicht mehr das Gefühl für Kälte
hat und andererseits - was noch viel schlimmer ist - der Alkohol die Unterkühlung
fördert.

Alkohol weitet nämlich die Gefäße, wodurch mehr Wärme
verloren geht. Im schlimmsten Fall kann die Unterkühlung bis zur Bewusstlosigkeit
führen. In weiterer Folge sind auch Atmung und Kreislauf gefährdet.
Man sieht also, dass man durch ein ganz banales Beispiel zum Thema Unterkühlung
kommt. Dieser Zustand wird definiert durch ein Absinken der Körpertemperatur
unter 35 °C. Akut wäre es, wenn dies innerhalb von zwei Stunden passieren
würde.
Eine
leichte Unterkühlung (32 °C bis 35 °C Körpertemperatur) zeigt
sich durch motorische Störungen (tollpatischige Bewegungen) und ein uninteressiertes
bis apathisches Verhalten des Patienten.
Unter 35 °C beginnt das Muskelzittern.
Eine schwere Unterkühlung (unter 32 °C) ist bereits durch eine starke
Einschränkung des Bewusstseins bzw. Bewusstlosigkeit gekennzeichnet.
Feuchte Bekleidung, mangelnde Bewegung, Wind, Alkohol und Verletzungen begünstigen
das Entstehen einer Unterkühlung.
Erfrierungen
Dieses Thema gilt vor allem den begeisterten Besuchern von Winter-Motorradtreffen,
den "echten" Bikern. Bedenkt man den "Wind Chill-Faktor" -
es werden zB. +2 °C schon bei 40 km/h zu -12 °C - kann man sich vorstellen,
dass es unter Umständen beim Motorradfahren im Winter nicht nur zu Unterkühlungen,
sondern auch zu Erfrierungen kommen kann. Am ehesten werden wohl exponierte Körperteile
wie Hände und Füße betroffen sein. Das Gesicht ist ja vor dem
Wind durch das Visier gut geschützt.
Wie
erkennt man Erfrierungen?
Am Anfang Gefühllosigkeit, der betroffene Körperteil wird weiß
(schmerzt beim "Auftauen"), eventuell Frostbeulen oder Blasenbildung.
Bei schweren Erfrierungen verfärbt sich die Haut dunkelrot bis violett, schließlich
blau-schwarz (abgestorbenes Gewebe). Kein Gefühl an der betroffenen Körperstelle.
Als Vorbeugung gegen diese beiden Notfälle gilt es hauptsächlich, sich
mit der richtigen Bekleidung zu versorgen. Es gibt gute "windstoppende"
oder beheizbare Bekleidung, Thermounterwäsche uvm.
Unterkühlung
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Erfrierungen
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- Lebensrettende Sofortmaßnahmen
- Entfernen nasser Kleidung
- Patient aus kalter Umgebung entfernen
- Bei erhaltenem Bewusstsein: vorsichtiges Erwärmen
- Immer zuerst Körperkern erwärmen
- Bei starker Unterkühlung: weder aktiv noch passiv bewegen (kaltes Blut
aus den Extremitäten gefährdet Herz)
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- Lebensrettende Sofortmaßnahmen
- Schnell auftauen (Körperkern)
- Bewegungen vermeiden
- Schutz vor weiterer Kälte
- Keinen Alkohol verabreichen
- Rein Reiben (mit Schnee) der betroffenen Körperstelle
- Gegebenenfalls Wunden keimfrei verbinden
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Daniel "Tintifax" Neuhauser
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