| Unter der Vielzahl von Möglichkeiten zum Zusammenschluss gibt es zuerst
einmal den Inbegriff einer Vereinigung von Bikern in der Motorradszene, den MC.
"MC" bedeutet keineswegs "Motorradclub", "Motorclub"
oder so ähnlich, ein MC ist ein Motorcycle Club.
MCs unterscheiden sich grundsätzlich von anderen Vereinigungen von Bikern.
Es sei nur angemerkt, dass die Entstehung, das Wesen und Sein eines MCs anderen,
ungeschriebenen Regeln unterliegt und dass zB. die Gründung nur nach Absprache
mit der ÖBU erfolgen sollte. Ich würde sogar etwas weiter gehen und
mich generell vor der Gründung irgendeiner Motorrad fahrenden Vereinigung
informieren, welche Clubs es in der Umgebung bereits gibt.
Arten bzw. Typen von Motorrad fahrenden Vereinigungen gibt es neben dem MC jedoch
eine Menge mehr: da gibt es die MFG (Motorradfahrgemeinschaft), den MSC (Motor(rad)sportclub,
den MST (Motorradstammtisch), die MF (Motorradfreunde), die MR oder MRR (Motorradrunde),
die MIG (Motorrad-Interessensgemeinschaft), den CC (Chopperclub) oder den BC (Bikerclub)
und noch einige mehr.
Mit CC kann jedoch auch der Custom- oder Cycle-Club gemeint sein, mit MCC kürzen
sich auch Motorcycle Clubs ab und der MRC geht in Richtung Motorradclub oder auch
Motor-Racing Club. Zu vielen dieser Definitionen gibt es natürlich noch Varianten.
Was unterscheidet einen MFG von einem MSC oder einem MST?
Dies klar und eindeutig festzulegen, wäre anmaßend und ist schlicht
unmöglich. Die Gemeinschaft in einer Motorradfahrgemeinschaft ist einzig
wegen der Bezeichnung sicher nicht besser als in einer Motorradrunde, die Mitglieder
eines Motorradstammtisches sitzen keineswegs nur im Clublokal und Motorradfreunde
lieben ihr Bike nicht mehr als die Mitglieder eines Motorradsportclubs.
Dennoch versuchen die meisten Clubs, ihre grundlegende Richtung durch die Wahl
des Typs auszudrücken, so sind zB. MSCs eher sportlich orientiert, fahren
zumeist dementsprechende Bikes und werden auch am Ring zu finden sein, was bei
einem Chopperclub nicht zu den zentralen Interessen gehören wird.
Über die Jahre hinweg kann sich natürlich das Erscheinungsbild, das
Gefüge, der Interessensbereich eines Clubs ändern, selten aber sein
Name. So beantwortet sich die Frage nach der Namensentstehung zumeist aus der
Geschichte und nicht immer aus dem derzeitigen Erscheinungsbild.
Bei fast allen Bike-Events, sei es nun ein Treffen, eine Party, eine Sportveranstaltung
etc., ist es ziemlich wurscht, ob man einem Club angehört, und wenn, welcher
Art Club, solange man gewisse Grundregeln beachtet, die zum Großteil schon
im gesunden Menschenverstand zu finden sein sollten.
Wie bereits angedeutet, laufen die Dinge bei einem MC etwas anders. Jetzt gibt
es aber MFGs, MSCs usw., die man "für einen MC halten könnte".
Wie das?
Grundsätzlich ist das, was innerhalb eines Clubs passiert, Sache seiner (Führungs-)Mitglieder. So gibt es Clubs, die
sich - zum Teil vor vielen Jahren - zwar nicht als MC gründeten, aber clubintern die ungeschriebenen Regeln integrierten,
in die Szene wuchsen, sich einen Platz in der Szene erarbeiteten und heute als Club akzeptiert werden, die das Bikertum leben.
Manche entschließen sich nach einiger Zeit auch, ein MC zu werden, was natürlich nicht aus einer Laune heraus passieren kann
und unter Einbeziehung der ÖBU.
Andere wiederum ehren MCs und die Tradition dadurch, dass sie nicht Regeln, die
sie nicht erfüllen können, beugen, umgehen oder einfach ignorieren,
nur um MC zu werden, sondern aufrecht den Weg eines anderen Zusammenschlusses
gehen und in allen anderen Belangen das Bikertum leben.
Blacky
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